24.05.2013 • News

Lanxess eröffnet Produktion für Hochleistungs-Bladder

Lanxess setzt auch in Brasilien auf den Megatrend Mobilität. Rhein Chemie, die 100%ige Tochtergesellschaft des Spezialchemie-Konzerns, hat im brasilianischen Porto Feliz ein neues Werk für Hochleistungs-Heizbälge (Bladder) eröffnet, die bei der Reifenherstellung eingesetzt werden. Die Anlage hat eine Jahreskapazität von rund 170.000 Bladdern. Eine neue Anlage zur Herstellung von polymergebundenen Kautschukadditiven (Rhenogran) mit einer Kapazität von 1.800 t/a folgt im Jahr 2014. Insgesamt wird der Chemiekonzern rund 10 Mio. € investieren und etwa 60 neue Arbeitsplätze schaffen.

„Mit dieser Investition in Brasilien, der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt, bekräftigen wir unseren Fokus auf die Wachstumsmärkte. Wir wollen an der positiven Entwicklung der Automobil- und Reifenindustrie in Lateinamerika teilhaben", sagte Rainier van Roessel, Lanxess-Vorstandsmitglied.

Immer mehr Reifenhersteller lagern ihre Bladder-Produktion aus, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Die Bladder aus Butylkautschuk, die unter dem Namen Rhenoshape vermarktet werden, werden unter hohem Druck und hohen Temperaturen aufgeblasen, um dem Reifen seine endgültige Form zu geben. Sie haben eine wesentlich längere Lebensdauer, so dass mit einem Rhenoshape-Bladder bis zu drei Mal mehr Reifen hergestellt werden können. Neben der Produktivitätssteigerung erhöhen außerdem eine deutlich verbesserte Wärmeleitfähigkeit des Bladder Compounds und weitere Faktoren die Qualität des Reifens, was zu höherer Sicherheit und einem niedrigeren Rollwiderstand und damit zu weniger Spritverbrauch führt.

Rhein Chemie war vor rund zweieinhalb Jahren mit der Akquisition des argentinischen Unternehmens Darmex in das Bladder-Geschäft eingestiegen. Mit dem Kauf des US-Unternehmens Tire Curing Bladders im Jahr 2012 ist die Rhein Chemie heute der größte unabhängige Bladder-Hersteller weltweit.

Porto Feliz ist mit rund 260 Mitarbeitern ein großer Standort von Lanxess. Rhein Chemie produziert dort seit zehn Jahren Kautschukadditive, der Geschäftsbereich Inorganic Pigments betreibt dort ebenfalls ein Werk. Eine Anlage für die Produktion von Hightech-Kunststoffen ist im Bau und wird im zweiten Halbjahr 2013 fertig.

 

 

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