21.06.2014 • News

Krebsmittel von Bayer in Japan zugelassen

Bayer darf sein Krebsmedikament Nexavar in Japan zur Behandlung einer weiteren Krankheit einsetzen. Die japanische Arzneimittelbehörde gab grünes Licht dafür, das Präparat auch zur Behandlung von fortgeschrittenem Schilddrüsenkrebs zu vertreiben. In Japan kann Nexavar damit - neben Nieren- und Leberkrebs - bei drei Krankheiten angewandt werden. Insgesamt ist das Medikament bereits in mehr als 100 Ländern auf dem Markt.

Bayer traut Nexavar beim Einsatz gegen Schilddrüsenkrebs einen Jahresumsatz von bis zu rund 150 Mio. € zu. Bayer zufolge erkranken jedes Jahr rund 300.000 Menschen an Schilddrüsenkrebs, etwa 40.000 sterben daran. Fortgeschrittener Schilddrüsenkrebs ist schwer zu behandeln, die Überlebenschancen sind gering. Das Krebsmittel Nexavar hemmt das Wachstum von Tumorzellen und greift darüber hinaus in die Gefäßneubildung ein, womit die Blutversorgung des Tumors unterdrückt wird.

Bayer bekam zudem positive Nachrichten für sein Krebsmedizingeschäft in Deutschland vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), einem Gremium von Kassen, Ärzten und Kliniken. Dieser bescheinigte dem Konzern, dass eine Behandlung mit dem Prostatakrebsmittel Xofigo einigen Patienten erhebliche Vorteile bringe. Xofigo wird zur Behandlung von Prostatakrebs eingesetzt, der in die Knochen gestreut hat. Es gehört zu den wichtigsten neuen Medikamenten des Konzerns. Das Mittel soll Bayer einmal Umsätze von mehr als 1 Mrd. € im Jahr einbringen.

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