Klimagipfel: Unbequeme Maßnahmen verschoben

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) sieht im gestern verabschiedeten Abschlussbericht der Klimakonferenz von Glasgow trotz kleiner Erfolge noch nicht den entscheidenden Wendepunkt für die internationale Klimapolitik. Für VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup können die positiven Initiativen von Glasgow nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Nationen eine schnelle CO2-Minderung weiter ablehnen.

Große Entrup sagte: „Viele Länder verschieben unbequeme Maßnahmen weiter in die Zukunft, während Europa den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft bereits massiv vorantreibt. Um auch international voranzukommen, sollte die EU zwei Dinge tun: Die eigenen Ambitionen mit einer Klimadiplomatie flankieren und einen Klimaclub der Willigen mit belastbaren Minderungszusagen auf G20-Ebene gründen. Und sie muss sicherstellen, dass die heimische Industrie während der Transformation nicht unter die Räder kommt.“

Einen wichtigen Ansatzpunkt sieht der VCI-Hauptgeschäftsführer in einem globalen Emissionshandel gemeinsam mit Partnern außerhalb der EU. Die Spielregeln dafür seien in Glasgow zwar besser definiert worden, konkret wurde man aber nicht. Wolfgang Große Entrup: „Ein weltweiter Standard für die Bepreisung von CO2 würde dem Klimaschutz massiv helfen. Zudem hätten Standorte in Europa dadurch weniger Wettbewerbsnachteile.“ Für eine klimaneutrale Produktion müsse die deutsche Chemie in den kommenden Jahrzehnten gewaltige Investitionen auf den Weg bringen. Das sei nur möglich, wenn die Produktion in der EU auch wirtschaftlich nachhaltig sei, so Große Entrup.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. Foto: VCI
VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. Foto: VCI

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