06.07.2011 • NewsAkzoNobelArkemaBaerlocher

Keine EU - Strafen für BASF und Elementis

Die BASF kommt um eine EU-Kartellstrafe von 68,4 Mio. € herum, die der Chemiekonzern als Rechtsnachfolger der Ciba Spezialitätenchemie bezahlen sollte. Die EU-Kommission hob die im Jahr 2009 wegen Wettbewerbsverstößen verhängte Geldbuße auf. Die Vorwürfe seien verjährt, teilte die EU-Behörde als Grund mit. Europas Wettbewerbshüter hatten Ciba vorgeworfen, Preise für Zusatzstoffe, aus denen Plastikprodukte hergestellt werden, mit Konkurrenten abgesprochen zu haben. Zugleich annullierte Brüssel auch die Strafe gegen das britische Chemieunternehmen Elementis (32,6 Mio Euro). Auch in diesem Fall sei die Sache verjährt, entschied die Behörde. Die EU-Kommission handelte nach einem Urteil des EU-Gerichtshofs in Luxemburg. Dieser hatte in einem anderen Fall die Rechtsvorschriften für Verjährungsfristen geklärt. «Diese Klärung ergab, dass der Beschluss der Kommission aus dem Jahr 2009 nicht korrekt war und dass die Verjährungsfrist für diese beiden Firmen abgelaufen war», schrieben die Wettbewerbshüter. Es ist sehr selten, dass die EU-Kommission eine Geldbuße komplett aufhebt.

Gegen neun weitere Firmen, die am Chemiekartell beteiligt waren, bleibt die Entscheidung gültig. Dazu gehören der niederländische AkzoNobel-Konzern, das französische Unternehmen Arkema und das deutsche Unternehmen Baerlocher. Gegen die Spezialchemieunternehmen wurde 2009
ein Bußgeld von insgesamt 173 Mio. € wegen Preisabsprachen bei Wärmestabilisatoren verhängt. BASF hatte dagegen geklagt und auf
Verjährung gepocht, da Ciba das betroffene Geschäft bereits 1998 verkauft hatte. Ciba ist seit dem Frühjahr 2009 Teil von BASF.

CHEMonitor

Meinungsbarometer für die Chemieindustrie

Meinungsbarometer für die Chemieindustrie

Trendbarometer für die Chemie- und Pharmaindustrie. Präsentiert von CHEManager und Santiago Advisors Management-Beratung für Strategie und Organisation.

Free Virtual Event

Digitalisierung in der Chemieindustrie
Webinar

Digitalisierung in der Chemieindustrie

Save the Date: October 22, 2025
Die Veranstaltung wird über die Netzwerke CHEManager und CITplus einem Publikum von insgesamt mehr als 100.000 Fachleuten in ganz Europa präsentiert.

Meist gelesen

Photo
19.05.2025 • NewsChemie

OQ Chemicals firmiert künftig wieder als Oxea

Der bis Mai 2020 unter dem Namen Oxea bekannte Hersteller von Oxo-Zwischenprodukten und Oxo-Derivaten, der zwischenzeitlich zum Omanischen Energieunternehmen OQ gehörte und unter dem Namen OQ Chemicals firmierte, kehrt zu seinem alten Namen und seinen Wurzeln zurück.