17.09.2026 • News

Ineratec und Ramboll produzieren e-SAF in Europa

Die Kooperation zur Erweiterung der ERA ONE-Anlage stärkt die integrierte Herstellung synthetischer Flugkraftstoffe und erhöht Europas Kraftstoffresilienz.

Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Erweiterung der Power-to-Liquid-Anlage ERA ONE in Frankfurt-Höchst um eine Upgrading-Einheit, die synthetische Rohprodukte direkt vor Ort in normkonforme Kraftstoffe für die Luftfahrt umwandeln soll. Ziel ist es, die technologische Integration der Wertschöpfungskette weiter voranzutreiben und die Produktion von Sustainable Aviation Fuel (e-SAF) im industriellen Maßstab zu ermöglichen.

Die Zusammenarbeit knüpft an die bereits erfolgreich abgeschlossene Pre-FEED-Phase an. Derzeit arbeiten beide Unternehmen an der FEED-Phase (Front End Engineering Design) für die Erweiterung von ERA ONE. Das Projekt adressiert die Aufbereitung von Fischer-Tropsch-Crude, einem in der Anlage erzeugten synthetischen Kohlenwasserstoffgemisch, zu zertifizierten e-Fuels, insbesondere e-SAF. Hierzu werden die Prozessschritte Hydroisomerisierung, Hydrocracking und Destillation in die bestehende Produktionsinfrastruktur integriert.

Mit der Integration des Upgradings erweitert Ineratec die eigene technologische Wertschöpfungstiefe. Künftig soll die Umwandlung von abgeschiedenem CO₂ und grünem Wasserstoff bis hin zu anwendungsfähigem synthetischem Flugkraftstoff innerhalb einer integrierten Produktionsplattform erfolgen. Dies reduziert die Abhängigkeit von externer Raffinerieinfrastruktur und schafft die Voraussetzungen für eine skalierbare, dezentrale Kraftstoffproduktion.

„Mit der Weiterentwicklung unserer Upgrading-Technologie gehen wir den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zur industriellen Produktion von drop-in-fähigem e-SAF. Die Erweiterung von ERA ONE ermöglicht es uns, die technologische Kontrolle über weitere Prozessschritte der Power-to-Liquid-Wertschöpfungskette zu übernehmen und unseren Kunden langfristig eine zuverlässige Versorgung mit synthetischen Kraftstoffen zu bieten.“, sagt Tim Böltken, CEO Ineratec.

Ramboll bringt seine internationale Erfahrung in der Planung und Umsetzung komplexer Energie- und Industrieprojekte sowie umfangreiche Expertise im Bereich Power-to-X und nachhaltiger Kraftstoffe in das Vorhaben ein. Die Partnerschaft verbindet den modularen Power-to-Liquid-Ansatz von Ineratec mit Engineering- und Projektmanagement-Kompetenz auf industriellem Niveau.

Anders Nimgaard Schultz, Director PtX & Gas Infrastructure, Ramboll: „Die Dekarbonisierung des Luftverkehrs erfordert leistungsfähige und skalierbare Lösungen für die Produktion nachhaltiger Flugkraftstoffe. Wir freuen uns, Ineratec bei der Weiterentwicklung von ERA ONE zu unterstützen und gemeinsam die Voraussetzungen für die industrielle Bereitstellung von e-SAF zu schaffen.“

Ineratec und Ramboll produzieren e-SAF in Europa
© Ineratec

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