Chemietarifverhandlungen: BAVC warnt IG BCE vor überzogenen Forderungen

Die Arbeitgeber in der Chemieindustrie haben die Gewerkschaft vor einem zu harten Kurs in der anstehenden Tarifrunde für die rund 550.000 Beschäftigten der Branche gewarnt. "Die IG BCE wird aufpassen müssen, dass sie nicht überzieht", sagte der Verhandlungsführer des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC), Hans-Carsten Hansen, dem "Handelsblatt". Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Peter Hausmann, hatte zu Wochenbeginn die Forderung einer kräftigen Lohnerhöhung in Aussicht gestellt. Der Gewerkschaftsvorstand will am 13. und 14. Februar seine Forderungsempfehlung an die Bezirke beschließen. BAVC-Verhandlungsführer Hansen, der Personalchef beim Chemieriesen BASF ist, kündigte zudem an, in den Tarifverhandlungen das Thema längere Arbeitszeiten auf die Agenda zu setzen. "Wir brauchen einen Mentalitätswandel, der endgültig wegführt von den alten Strategien der Arbeitszeitverkürzung", sagte Hansen. Der sich verschärfende Mangel an Arbeitskräften erfordere Veränderungen in der Tarifpolitik - "bis hin zu einer Überprüfung einschlägiger Regelungen zur Arbeitszeit."

So wollen die Chemie-Arbeitgeber beispielsweise bestehende Ansprüche auf Arbeitszeitverkürzungen für ältere Beschäftigte ab 55 Jahren einschränken. "Diese Regelungen passen so nicht mehr in die Zeit", sagte Hansen. Darüber hinaus streben die Arbeitgeber größere Spielräume für längere individuelle Wochenarbeitszeiten an. "Wir plädieren nicht für eine pauschale Verlängerung der Arbeitszeit", sagte Hansen.

 

 

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