12.06.2014 • News

Behörden durchsuchen Novartis in Japan

Die Behörden haben die Niederlassung von Novartis in Japan durchsucht. Die Tokioter Staatsanwaltschaft verdächtige den Schweizer Pharmakonzern, Daten zum Blutdrucksenker Diovan manipuliert zu haben, erklärte eine Novartis-Sprecherin am Donnerstag. Die Sprecherin bekräftigte, dass der Konzern weiterhin mit den Untersuchungsbehörden zusammenarbeiten werde.

Am Vortag war ein früherer Novartis-Mitarbeiter in Japan verhaftet worden. Dem 63 Jahre alten Japaner wird vorgeworfen, Wissenschaftlern falsche Informationen über die Wirksamkeit von Diovan gegeben zu haben. Bereits im September hatte sich Novartis-Pharmachef David Epstein in Tokio öffentlich für die mutmaßliche Manipulationen entschuldigt und den Behörden die Zusammenarbeit zugesichert. Der Blutdrucksenker ist trotz auslaufender Patente in einer Reihe von Ländern immer noch ein wichtiger Umsatzträger für Novartis. Im ersten Quartal sanken die Verkäufe des Mittels um 13 % auf 800 Mio. US-$.

 

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