17.05.2013 • News

Bayer will mit Lungenhochdruck-Mittel auf den japanischen Markt

Bayer drängt mit seinem neuen Medikament gegen Lungenhochdruck auf den japanischen Markt. Der Pharma- und Chemiekonzern beantragte jetzt für den Hoffnungsträger Riociguat in Japan die Zulassung, wie Bayer am Freitag in Berlin mitteilte. Auf dem weltweit zweitgrößten Pharmamarkt nach den USA soll das Präparat zur Behandlung des chronisch-thromboembolischen Lungenhochdrucks (CTEPH) eingesetzt werden. Bayer traut der Tablette in der Spitze weltweite Umsätze von mehr als 500 Mio. € im Jahr zu.

Bei Menschen, die unter Lungenhochdruck leiden, ist die Sauerstoffaufnahme gestört und das Herz wird überlastet. Die körperliche Belastungsfähigkeit ist stark beeinträchtigt, in schweren Fällen kann die Krankheit zu einer lebensbedrohlichen Herzschwäche führen. Die CTEPH-Form der Krankheit wird hauptsächlich durch Blutgerinnsel ausgelöst, die Verstopfungen in den Lungengefäßen bewirken, was den Druck in den Lungenarterien erhöht.

Gegen CTEPH gibt es zwar laut Bayer noch keine zugelassenen Medikamente. Gegen Lungenhochdruck allgemein sind aber eine ganze Reihe von Präparaten auf dem Markt, darunter die Arzneien Tracleer der Schweizer Biotechfirma Actelion, Letairis des US-Biotechunternehmens Gilead Sciences und Revatio von Pfizer.

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