31.08.2012 • News

Bayer drängt mit neuem Krebsmittel auf den US-Markt

Bayer will mit einem neuen Krebsmittel rasch auf den lukrativen US-Markt. Für sein neues Medikament Regorafenib beantragte der Konzern bei der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA jetzt die Zulassung zur Behandlung von Tumoren des Verdauungstrakts. Dabei gehe es um die Behandlung von Magen-Darm-Tumoren (Gist), die trotz anderer Therapien weiter wachsen, teilte Bayer in Berlin mit. Regorafenib gehört zu den neuen Arzneien, denen das Traditionsunternehmen in den nächsten Jahren Milliardenumsätze zutraut.

Regorafenib ist eine Nachfolge-Substanz des Wirkstoffs Sorafenib, aus dem das umsatzstarke Bayer-Krebsmittel Nexavar hergestellt wird. Nexavar ist bereits in mehr als 100 Ländern auf dem Markt und brachte Bayer 2011 Umsätze von 725 Millionen Euro ein. Beide Wirkstoffe sind Multikinase-Hemmer, die das weitere Wachstum von bösartigen Tumoren unterdrücken sollen.

Vor einigen Monaten hatte Bayer in den USA und in Europa für Regorafenib die Genehmigung zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs beantragt. Dabei kann Bayer in den USA auf eine schnelle Entscheidung der Gesundheitsbehörde bauen. Die FDA sicherte dem Konzern bereits eine vorrangige Prüfung des Antrags zur Darmkrebs-Behandlung zu.

Bayer traut Regorafenib in der Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs und Gist-Tumoren einen jährlichen Spitzenumsatz von bis zu 500 Millionen Euro zu. Kommen noch andere Therapiefelder hinzu, steigen Bayer zufolge die Umsatzchancen für den Wirkstoff auf rund eine Milliarde Euro. Bayer arbeitet bei Regorafenib mit der US-Pharmafirma Onyx zusammen.

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