Die chemische Industrie steht an der Schwelle zu einer neuen Ära - dem Zeitalter der Kreislaufwirtschaft, in dem Produkte auf geschlossenen Wertschöpfungsketten basieren und aus erneuerbaren oder recycelten Rohstoffen hergestellt werden.
Die technischen, politischen und sozialen Voraussetzungen für Fortschritte auf diesem Weg sind ermutigend. Ein Selbstläufer ist diese Entwicklung jedoch nicht. Ob sie erfolgreich sein wird, hängt von der Einstellung ab, mit der die wichtigsten Akteure entlang der Wertschöpfungskette die Probleme angehen.
Wasserknappheit und Umweltbelastungen machen ein resilientes Wassermanagement immer mehr zu einem wichtigen Standortfaktor für Unternehmen der Chemieindustrie.
Die Elektro- und Elektronikindustrie ist nach der Verpackungsbranche, dem Baugewerbe und der Landwirtschaft der viertgrößte Abnehmer von Kunststoffen. In all diesen Anwendungsgebieten soll künftig der Rezyklateinsatz steigen. Derzeit werden recycelte Kunststoffe hauptsächlich im Baugewerbe, der Verpackungsindustrie und der Landwirtschaft verwendet. Nur etwa 3% Post-Consumer-Rezyklate finden ihren Weg in Elektronik- und Elektrogeräte.
Zu Beginn des neuen Jahres werfen wir einen genaueren Blick auf den aktuellen Stand der biobasierten Polymere. Schnell wachsende Produktionskapazitäten, große Investitionen, die derzeit in China, Europa und dem Nahen Osten getätigt werden, und die neuen politischen Rahmenbedingungen in Europa, die die Nachfrage nach biologisch abbaubaren Polymeren lassen aufhorchen. Aber eins nach dem anderen.