Oxea-Werk als „Historische Stätte der Chemie“ ausgezeichnet

Anlässlich des Jubiläums „75 Jahre Oxo-Synthese" würdigten am 24. September die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und Oxea die bahnbrechenden Arbeiten von Dr. Otto Roelen auf dem Gebiet der Hydroformylierung (Oxo-Synthese). Die Gedenktafel „Historische Stätte der Chemie" wurde im Oxea-Werk Ruhrchemie zusammen mit über 100 Gästen aus Fachkreisen, Wirtschaft und Politik vom stellvertretenden Präsident der GDCh, Prof. Dr. Michael Dröscher, feierlich enthüllt.

Mit diesem Programm würdigt die GDCh Leistungen von geschichtlichem Rang in der Chemie. Als Orte der Erinnerung werden Wirkungsstätten beteiligter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet. „Die Entdeckung der Oxo-Synthese durch Roelen im Jahr 1938 war wegweisend für die metallorganische Großchemie und die Anwendung der homogenen Katalyse im industriellen Maßstab", erläuterte Dr. Martina Flöel, Sprecherin der Oxea-Geschäftsführung.

Gewürdigt werden zudem das im Werk Ruhrchemie erstmals von Roelen industriell praktizierte Fischer-Tropsch-Verfahren und die großtechnische Herstellung von hochmolekularem Polyethylen nach dem Verfahren von Karl Ziegler.

„Weltweit werden heutzutage jährlich über 12 Mio. t an Oxo-Chemikalien auf Basis der Oxo-Synthese erzeugt. Aus ihnen entstehen Produkte wie Reinigungs- und Waschmittel, Aroma- und Duftstoffe, Kabel und Schläuche, Handcremes, Farben und Lacke, Lebensmittel- und Sicherheitsfolien, hochwertige Beschichtungen bis hin zu Schmierstoffen für umweltfreundliche Kühlgeräte und Turbinen", so Flöel weiter.

In Nordrhein-Westfalen wurde diese Auszeichnung bisher an das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr vergeben; deutschlandweit wurde seit 1999 an weiteren 12 Standorten eine solche Gedenktafel enthüllt.

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