Chemiebranche - Konsolidierung verlangsamt sich im zweiten Quartal 2011

17.08.2011 -

PwC-Studie Chemical Compounds - Die Konsolidierung der globalen Chemieindustrie hat nach starkem Jahresauftakt im zweiten Quartal 2011 an Dynamik verloren. Der Gesamtwert der angekündigten Fusionen, Übernahmen und Beteili-gungen blieb mit 14,3 Mrd. US-$ um rund zwei Mrd. US-$ hinter dem Vergleichswert von 2010 zurück. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hatte sich das Transaktionsvolumen der angekündigten Deals auf 41 Mrd. US-$ belaufen. Die absolute Zahl der Deals (ab einem Volumen über 50 Mio. US-$) fiel von 32 im Vorjahresquartal auf 28 im zweiten Quartal 2011. Zu diesem Ergebnis kommt die Analyse Chemical Compounds der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Rahmenbedingunen weiterhing gut
Trotz des leichten Dämpfers im zweiten Quartal waren im ersten Halbjahr 2011 sowohl ein höherer Gesamtwert (+11%) als auch eine deutlich höhere Transaktionsanzahl (+39%) als 2010 zu registrieren. „Die Rahmenbedingungen für Übernahmen und Beteiligungen in der Chemieindustrie sind weiterhin gut. Ungeachtet der Abschwächung im zurückliegenden Quartal erwarten wir, dass das Gesamtjahr 2011 gemessen an der Zahl der Deals und der Höhe des Transaktionsvolumens mindestens das Vorjahresniveau erreicht", kommentiert Dr. Volker Fitzner, verantwortlicher Partner für den Bereich Chemicals Advisory bei PwC weltweit.

Mehr strategische Zukäufe
Während im ersten Quartal 2011 fast ein Viertel des M&A-Volumens auf die Aktivitäten von Finanzinvestoren entfiel, sank die Quote im zweiten Quartal auf 15%. Auch bei den so genannten Mega-Deals mit einem Volumen von mehr als einer Mrd. US-$ dominierten in den zurückliegenden drei Monaten strategische Investoren. Bei drei von vier Transaktionen standen Chemieunternehmen auf der Käuferseite. Der einzige Mega-Deal mit Beteiligung von Finanzinvestoren war der mittlerweile abgeschlossene Verkauf des Evonik-Geschäftsbereichs Carbon Black an Rhone Capital und Triton für rund 1,3 Mrd. US-$.

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